„Fair Play“ und andere Schäden

Keine Fußball-, sondern Werkstattprofis bevölkerten am 27.08.11 die Event-Loge des besten Fußballvereins der Welt in der Coface Arena. Eine Taktikbesprechung fand dennoch statt. Allerdings ging es eher um Strategien für eine effiziente Abwicklung von Unfallschäden. Ein Blockbuster für Servicekräfte in Werkstätten und Autohäusern.

Gerade die Kommunikation mit Versicherern raubt den Kfz-Profis Nerven und Zeit. Unfalldaten aufnehmen, Kalkulationen erstellen, gegen Kürzungen protestieren. Die Liste der Regulierungsaufgaben ist lang. Kann das nicht jemand anders machen? Es kann.

Aber auch bei Auslagerung der Schadenabwicklung an einen Regulierungsprofi muss die Beseitigung des Unfallschadens mit dem Kunden wirtschaftlich vernünftig und rechtlich korrekt geplant werden. Die durchweg engagierten Trainingsgäste konnten in 2 x 90 Minuten ihr Fachwissen zu den Themen konkrete und fiktive Abrechnung, Restwertproblematik, Mietwagenpreise, 130%-Rechtsprechung, Nachbesichtigunsverlangen auffrischen und vertiefen.

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Beim Abwicklungskonzept „Fair Play“, das Versicherer gerne mit großem Presseecho als Mittel zur beschleunigten Regulierung anpreisen, durften auch die Trainer hinzulernen. Nicht ganz überraschend scheinen „Fair Play Partner“ anstehende Reparaturen zu Stundensätzen vornehmen zu müssen, die ca. 30% unter dem sonst Üblichen liegen. Immerhin: Ausgleichend hierzu darf der Mitarbeiter der Werkstatt eine Schadensdokumentation und eine Kalkulation fertigen und zur Überprüfung an die Versicherung senden. Alles elektronisch. Wie revolutionär. Geld gibt es dafür nicht. Ebenfalls revolutionär. Fair Play eben.

Wirklich fair dagegen die Regulierung durch RECHTSVERKEHR. Weniger Aufwand. Mehr Service. Unser Honorar regulieren wir beim Schädiger gleich mit.

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